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Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg

Am 12. Dezember 2018 wurde in einem Betrieb in Ottersweier (Landkreis Rastatt) die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) amtlich festgestellt.

Dadurch wird Baden-Württemberg für mindestens zwei Jahre zum Sperrgebiet. Doch was bedeutet das für die Landwirte?

·         Sämtliche Rinder-, Schaf-, Ziegenhaltungen sowie Haltung von Wildwiederkäuern müssen zuständigem Landratsamt gemeldet werden

·         Verbringen von o.g. Tieren innerhalb BW ohne Impfung bzw. Genehmigung möglich, sofern keine Krankheitssymptome vorliegen bzw. Betrieb gesperrt ist

·         Verbringen von o.g. Tieren in Sperrgebiet anderer Länder bzw. Staaten ebenfalls ohne Impfung bzw. Genehmigung möglich

·         Verbringen von o.g. Tieren (auch deren Sperma, Eizellen, Embryonen) in nicht reglementiertes BTV-8 Gebiet nur bei wirksamen Impfschutz bzw. Laboruntersuchung möglich

·         Kälber von Kühen mit wirksamer Impfung, die in ersten 6 Lebensstunden Kolostrum getrunken haben, dürfen in BTV-8-freies Gebiet verbracht werden (Vorlage der Tierhaltererklärung)

·         Gesondertes Verfahren für Schlachttiere, die außerhalb BW geschlachtet werden sollen

 

Angeratene Prophylaxemaßnahmen:

·         Impfung gegen Blauzungenkrankheit BTV-8 sowie BTV-4

·         Unterstützung durch Tierseuchenkasse BW und das Land BW für Impfungen

Zuschuss der Tierseuchenkasse Baden-Württemberg und des Landes Baden-Württemberg zu der Impfung gegen die Blauzungenkrankheit 2018

 

Zuschusshöhe Gesamt :

Rinder    1,00€

Schaf     0,65€

Ziegen   0,40€

 

Sprechen Sie uns bei Fragen an. Wir beraten Sie gerne!

Schweinefachtagung 05.12.2018

Vor allem viele jüngere Frauen und Männer, die als Produzenten, Berater , Schüler oder Auszubildende mit der Schweinehaltung zu tun haben, folgten der Einladung zur Schweinefachtagung 2018 Bad Mergentheim im ansprechenden Saal der Sparkasse Tauberfranken. Das Landwirtschaftsamt, VLF, die Tierärzte Weikersheim mir Dr.Evi Spitzley an der Spitze und dem Beratungsdienst Schweinehaltung hatten kompetente Experten zu spannenden Fachvorträgen gewonnen.

Welche Bedeutung und Chancen haben Schweinefleisch-Qualitätsprogramme in Süddeutschland ? Angesichts  einer denkbar schwieriger Situation in der Ferkelerzeugung und Schweinemast suchen Schweinehalter nach Möglichkeiten um ihre Erlöse durch die Teilnahme an Qualitätsprogrammen zu verbessern. Die Art  der Programme ist schwierig zu durchschauen, weil sie sich nach Region, Bundesland, Rasse und vielerlei Haltungsvorschriften unterscheiden. Klaus Dorsch ist Redaktionsleiter von Top Agrar -Südplus. Er verstand es die Unterschiede der Vielzahl von staatlichen und privatwirtschaftlichen Programmen herauszuarbeiten. Momentan bestimmen verschiedene Trends den Schweinemarkt. So ist die Erzeugung und der Pro-Kopf-Verbrauch von Schweinefleisch rückläufig. Gleichzeitig wird die regionale Herkunft immer mehr gefragt und spielt das Tierwohl beim Fleischeinkauf eine zunehmende Rolle. Diese Tendenzen führen zu einer Aufsplittung des Marktes für Schweinefleisch. So brachte der Discounter  Lidl im April dieses Jahres bei seinen Eigenmarken eine Kennzeichnung nach Haltungskriterien ein. Dabei entspricht die Stufe 1 der „Haltung nach gesetzlichen Vorgaben“. Bei der Stufe 2 „Stallhaltung Plus“ werden mindestens 10 % mehr Platz als gesetzlich  vorgeschrieben und organisches Beschäftigungsmaterial verlangt. Zur Stufe 3 gehören der „Auslauf“ und mindestens 40 % mehr Platz, ein Zugang zum Außenklima , mindestens eine Offenfront, organisches Beschäftigungsmaterial, zusätzlich Stroh und eine gentechnikfreie Fütterung. Die höchste Stufe 4 entspricht den Richtlinien der EU-Öko-Verordnung. Langfristig soll das komplette Eigenmarkensortiment im Bereich Frischfleisch mindestens auf Stufe 2 gehoben werden, bereits nächstes Jahr soll es die Hälfte sein. Dorsch zeigte als weiteres Beispiel die Initiative Tierwohl auf. Dies ist eine Vereinbarung von Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel. Es gibt für definierte Tierwohlmaßnahmen vorab festgelegte Kosten- und Aufwandsentschädigungen. Der Mäster welcher die Grundanforderungen und Wahlpflichtanforderungen (10% mehr Platz und organisches Beschäftigungsmaterial) erfüllt, erhält in der zweiten Programmphase pauschal 500 € plus 3,80€ je erzeugtem Mastschwein. Erfüllen Mäster auch die Wahlkriterien , dann bekommen sie bis zu 5,10€ pro Masttier. Momentan deckt die Initiative Tierwohl ein Viertel des deutschen Marktes ab.Insgesamt nehmen ungefähr 4500 Betriebe daran teil. In Baden-Württemberg sind es 447 Schweinehalter mit 2 Millionen Tieren. Problematisch ist, dass das Fleisch von Tierwohlbetrieben zusammen mit nicht teilnehmenden Betrieben gemeinsam erfasst und verarbeitet wird, dabei gibt es keine Unterscheidung an der Ladentheke. Neben diesen Programmen gibt es viele regionale Premiumfleischsiegel wie zum Beispiel QZ Baden-Württemberg, welches 2003 startete. 2017 nahmen 318 Erzeuger daran teil.Zukünftig soll der Zuschlag mindestens 10 ct/kg Schlachtgewicht betragen.  Vermutlich werden nur Betriebe dabei bleiben, welche in festen Lieferketten den hohen Zuschlag bekommen. 1500 Erzeuger haben sich dem Süddeutschen Schweinefleisch angeschlossen. Eine Alternative zum Gutfleisch-Programm  (2003) startete die VZ. Bereits 1988 begann das Schwäbisch-Hällische Qualitätsprogramm, dabei ist die Kreuzung aus reinrassigen SHA xFleischeber ein wichtiges Kriterium. Im gleichen Jahr legte auch Neuland los. Hier besteht eine große Nachfrage vor allem aus nördlichen Regionen. Das Hofglück Programm sucht Ferkelerzeuger, geschlossene Betriebe und Mäster. Auch das Wertschätze_Programm sieht noch Vermarktungspotenzial. Die FAKT-Förderung wird von 165 Betrieben genutzt.Es gibt zwei Förderstufen. In Bayern wurde mit dem Strohschwein auf die baden-württembergische Variante reagiert. Dorsch fasste die irritierende Variationsbreite so zusammen: bei den Qualitätsfleischprogrammen besteht eine „große Dynamik“, die wohl weiter zunehmen wird, denn jeder Einzelhändler will mit seinem Programm punkten. Weil der Rohstoff „Schwein“ in Süddeutschland knapper wird können Erzeuger leichter „Nein“ sagen, wenn sich die Auflagen nicht rentieren. Manche Programme rechnen sich erst dann, wenn sie etwa mit Tierwohl gekoppelt werden.

 

Nicht nur bei Qualitätsfleischprogrammen , sondern auch bei der Ökologischen Schweinehaltung suchen Familienbetriebe in Süddeutschland eine bessere Zukunft. Prof. Dr.Wilhelm Pflanz von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sieht hier durchaus realistische Chancen, weil bei der Öko-Tierproduktion das Schweinefleisch mit lediglich 0,4 Prozent des Verbrauchs das absolute Schlusslicht bildet. Dagegen kommt jedes 10 Ei aus einem Bio-Stall.Die Grundregeln schränken von vornherein eine intensive Tierhaltung ein, weil  der Kleeanbau ein Muss und die Tierhaltung flächenabhängig ist. Die Außenwirtschaft verlangt eine Hack- und Striegeltechnik und es dürfen höchstens 6,5 Zuchtsauen oder 14 Mastschweine je Hektar gehalten werden. Die Platzvorgaben sind im Vergleich zur konventionellen Haltung sehr anspruchsvoll. So müssen einer säugenden Sau 2,5 m² Außenfläche und zusätzlich 7,5m² Stallfläche angeboten werden. Dort muss die Sau ohne Fixierung und mit Stroheinstreu 40 Tage Zeit haben um die Ferkel zu säugen. Die Folgen sind hohe Neubaukosten pro Sauenplatz in Höhe von 10000 € bei einem hohen Arbeitszeitbedarf von 30 Stunden pro Sau und Jahr. Auch ein neuer Mastplatz schlägt mit 1000 € zu Buche.Ökonomisch spricht für die Ökoschweinehaltung, dass verschiedene Förderprogramme kombiniert werden können. Trotzdem lässt sich nur ein Stundenlohn von 15€ erzielen.

In Süddeutschland mit seinem kontinentalen Klima und den schweren Böden  spielt die Freilandhaltung kaum eine Rolle. Beeinflusst durch die bahnbrechenden Planungen von Rudi Wiedmann haben sich in Baden-Württemberg mehrhäusige Aufstallungen im Pigportsystem etabliert. In Bayern dagegen dominieren Hallendachkonstruktionen. Im Deck- Wartebereich ist die Hüttenhaltung unschlagbar günstig.Im Wartebereich kann ein kg Kraftfutter durch 3 kg Maissilage ersetzt werden. Die freie Abferkelung bei Zuchtsauen verlangt zum Beispiel einen Leitpfahl zur Minderung der Verluste durch schnelle Positionswechsel der Sau. Auch ist an einen Windfang vor dem Säugebereich zu denken. Beim Stallbau sind die Funktionskreise Sozialverhalten, Komfortverhalten mit Thermoregulation, das Ausscheidungsverhalten, das Ausruheverhalten und das Ernährungsverhalten zu beachten. Pflanz zog dieses Fazit: der Ökolandbau ist mit 10% der Betriebe in Deutschland keine Nische mehr, auch die Herausforderungen in der Primärproduktion sind zu lösen. Zwar sehen der Markt und die Wirtschaftlichkeit derzeit positiv aus, die Zukunft ist jedoch schwieriger einzuschätzen. Aber bei der kaufkräftigen Bevölkerung in Süddeutschland zieht die Kombination „bio + regional=optimal“ und schafft ein Potenzial von 20%. Auch wird die Agrarförderung die Ökolandwirtschaft weiter unterstützen und sind Niedrigpreisphasen im Ökolandbau leichter zu überstehen. Im Ökolandbau stellt die Tierhaltung die „Schlüsselfunktion“ für geschlossene Nährstoffkreisläufe. Anders als bei den Ökopionieren vor 40 Jahren sind Marktpartner vorhanden. „Entscheidend ist die Einstellung der Betriebsleiterfamilie, jedoch gibt es eine Perspektive“ resümierte Pflanz, der selbst einen Ökostall betreibt.

Die Schüler der Akademie Kupferzell sind beste Botschafter der hiesigen Landwirtschaft. Frisch, selbstbewusst und kompetent stellten zwei Junglandwirte die Ergebnisse ihrer Studienprojekte vor, die sie in ihren Sauenställen gewonnen hatten. Dies geschah nicht des Projekts willen, sondern sollte praktische Lösungen schaffen. Dies gelang Dominik Stier mit der Installation eines Lichtprogramms im Wartestall.Dies führte zu größeren und ausgeglicheren Würfen. Auch die Umstellung vom Einwochenrhythmus auf den Dreiwochenrhythmus brachte im Betrieb von Ralf Hornung eine deutliche Arbeitszeitersparnis.

Die Palette wurde durch Dr. Evi Spitzley mit dem Thema; Im Resistenzdschungel- Regelungen zum Antibiotikaeinsatz, durch Dr. Heinrich-Jürgen Zumbusch zum Thema : Geringeres Geburtsrisiko für Sauen und Ferkel bei gut durchdachtem Abferkelmanagement und einen Bericht von Dr. Gerhard Wegmann zum aktuellen Stand der afrikanischen Schweinepest abgerundet.

Der gute Besuch zeigte :die Bad Mergentheimer Fachtagung ist ein Muss für den fortschrittlichen Schweinehalter.

Rinderfachtagung 13.12.2018

 

Big Data im Kuhstall bringt mehr Tierwohl

Über den Dächern von Bad Mergentheim konnten Volker Sturm von der Sparkasse Tauberfranken und Meinhard Stärkel Leiter des Landwirtschaftsamtes Bad Mergentheim bei der Rinderfachtagung viele Frauen und Männer begrüßen, die als Auszubildende, Fachschüler, Berater, Tierärzte und Milchviehhalter mit der Rinderhaltung verbunden sind. Leider musste Stärkel aus aktuellem Anlass die Feststellung der Blauzungenkrankheit im Rheintal melden. Dr. Marita Lohrmann vom Veterinäramt stellte die augenblickliche Situation dar.

Im Resistenzdschungel

Dr. Evi Spitzley brachte Licht und Durchblick im Resistenzdschungel und erläuterte die neue Regelung zum Antibiotikaeinsatz.

Seit März 2018 ist eine neue tierärztliche Hausapotheken Verordnung in Kraft. In der neuen Verordnung ist unter anderem auch geregelt wann die Pflicht zur Anfertigung eines Antibiogramms besteht. Hier wird zwischen Tiergruppen und Einzeltieren unterschieden. Bei der Behandlung mit antimikrobiell wirksamen Stoffen von Tiergruppen der Tierarten Pute, Huhn, Rind und Schwein besteht in verschiedenen Fällen die Pflicht der Anfertigung eines Antibiogramms. Darunter fallen der Wechsel des Antibiotikums im Behandlungsverlauf, die mehrmalige Behandlung innerhalb eines Alters- oder Produktionsabschnittes oder die längere als 7 Tage andauernde Verabreichung sowie die kombinierte Verabreichung zweier Antibiotika bei einer Indikation, ausgenommen zugelassene Fertigarzneimittel. Zusätzlich gilt diese Pflicht bei Einzeltieren und bei Tiergruppen bei der Gabe eines nicht für diese Tierart zugelassenen Antibiotikums und bei der Anwendung so genannter "kritischer Antibiotika". Als "kritische Antibiotika" werden Florchinolone und Cephalosporine der 3. und 4. Generation bezeichnet. Wirkstoffe dieser Gruppen sind zum Beispiel Enrofloxacin, Marboflaxacin sowie Cefquinom, Cefoperazon und Ceftiofur. In bestimmten Bedingungen kann es zu Ausnahmen in der Antibiogrammpflicht kommen.Neben den neuen Regelungen gelten natürlich die bisherigen Leitlinien zum Einsatz von Antibiotika. Als ein Grundsatz ist hier die Verabreichung von antimikrobiell wirksamen Stoffen nur nach Diagnosestellung durch einen Tierarzt zu nennen.

Energieeinsparmöglichkeiten und PV-Strom

Im Durchschnitt benötigt eine Milchkuh jährlich 500 kW Strom im Jahr.Dabei sind die Milchkühlung mit ungefähr 40 % und die Reinigung der Melkanlage mit 20 % die beiden Energiefresser. In einem mittleren Milchkuhbetrieb mit 60 Kühen bedeutet dies eine jährliche Stromrechnung von 5000 €. Es lohnt sich also „Einsparmöglichkeiten und PV-Strom im milchviehhaltenden Betrieb“ zu prüfen. Matthias Harsch vom Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg in Aulendorf gab aufbauend auf jahrzehntelangen Beobachtungen viele praktische Empfehlungen weiter. Die Entdeckung der Stromfresser mit dem Einbau von Stromzählern sei der erste Schritt. Nachdem viele Landwirte PV-Anlagen besäßen sei die Eiswasserkühlung eine sinnvolle Maßnahme, denn das Eiswasser wird erzeugt, wenn die Sonne scheint. Weil Stromspeicherbatterien immer günstiger und Zukaufsstrom immer teurer werden, rentiere sich deren Einsatz. „Es lohne sich auch eine PV-Anlage zu installieren, nicht um den Strom zu verkaufen, sondern um ihn selbst zu nutzen“ zeigte der neutrale Energieberater auf. Genauso rentabel sei die Vorkühlung der Milch mit Wasser,welches anschließend als Tränkewasser genutzt wird. „Mit einer PV-Anlage

von 40 kW auf dem Kuhstalldach lässt sich im Melkroboterbetrieb eine 60prozentige Stromautarkie erreichen“ unterstrich der Fachmann.

 

Projekte der Akademie für Landbau Kupferzell

Die Digitalisierung ist im Ackerbau bei den Fachschülern von Kupferzell schon weiter fortgeschritten als im Kuhstall. So verfügen sie im elterlichen Betrieb über die Automatische Teilbreitenabschaltung über GPS, haben die Schlagkartei auf dem Smartphone, die Schlagdokumentation auf dem Schlepperterminal oder können anhand der Schlagkartei der Kundenflächen eine automatische Rechnungsstellung digital erstellen.

Im Kuhstall von Daniel Kiefer in Murrhardt milkt ein Melkroboter , er liefert wesentliche Daten des Melkvorgangs und des Kraftfutterverzehrs. Die Aktivität der Kühe meldet ein Sensor am Hals und der Spaltenroboter reinigt die Lauffläche. Bei Fabian Trinkle in Kaiserbach wird die Brunsterkennung über die Aktivitätsmessung unterstützt. Auch im Betrieb von Martin Weibler in Öhringen wird dieser digitale Helfer genutzt. Bei Annkatrin Betz in Kupferzell schiebt ein Roboter das Futter im Trog den Kühen vor. Die Fachschülerin zeigte auch ihre Erfahrungen aus dem Projekt „Bekämpfung der Klauenerkrankung Motellaro durch Anwendung verschiedener Behandlungsmethoden beim Milchvieh“ auf. Unbefriedigend verlief die homöopathische Behandlung. Bei Gerald Herrmann aus Kressbach waren im Bullen- und Färsenmastversuch Kreuzungstiere am umgänglichsten und rentabelsten.

 

Blauzungenkrankheit:

Die Blauzungenkrankheit ist eine virusbedingte Infektion insbesondere der Rinder und Schafe. Bei Schafen kann die Krankheit akut verlaufen, während sie bei Rindern in der Regel ohne bzw. nur mit milden Krankheitssymptomen verläuft. Ziegen, Neuweltkameliden (u.a. Lamas, Alpakas) und Wildwiederkäuer sind für die BT ebenfalls empfänglich. Es gibt zahlreiche Serotypen von dem Virus.Das Virus ist für Menschen nicht gefährlich. Fleisch und Milch sowie daraus hergestellte Erzeugnisse können daher ohne Bedenken verzehrt werden“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Mittwoch (12. Dezember) in StuttgartEs wird über kleine, blutsaugende Mücken (Gnitzen) der Gattung Culicoides zwischen empfänglichen Tieren übertragen. Mensch können sich dagegen nicht anstecken.Im August 2006 wurde BTV-8 erstmals in Deutschland festgestellt. Das Virus breitete sich in den Jahren 2007 und 2008 über einen großen Teil Deutschlands aus. Das gesamte Bundesgebiet wurde damals als BTV-8-Restriktionszone ausgewiesen. Ab dem 17. November 2009 wurde kein Ausbruch mehr festgestellt. Um den Ausbruchbetrieb wird nun ein Restriktionsgebiet mit einem Mindestradius von 150 km eingerichtet werden. Dies bedeutet, dass das gesamte Land Baden-Württemberg zum BTV-8-Sperrgebiet für Rinder, Schafe, Ziegen und gehaltene Wildwiederkäuer erklärt wird. Das Sperrgebiet muss mindestens zwei Jahre aufrechterhalten werden. Erst danach kann die Bundesrepublik Deutschland sich wieder als frei von Blauzungenkrankheit (bluetongue disease - BT) erklären. Das Veterinäramt betont, dass die Einschränkungen nur für Wiederkäuer gelten werden und nicht für Schweine, Pferde oder andere Haustiere. „Ganz entscheidend ist nun, dass möglichst alle Rinder, Schafe und Ziegen im Land in den kommenden Jahren gegen BTV-8 und zusätzlich gegen den Serotyp 4 (BTV-4), der in Frankreich nachgewiesen wurde, geimpft werden. Nur so kann die Seuche erfolgreich getilgt und können Tiere aus Baden-Württemberg wieder ohne Einschränkungen in andere Regionen verbracht werde“ unterstrich Dr. Martina Lohrmann.

 

 

Kühe und Daten fest im Blick, Technik und Digitalisierung als Management hilfe – was macht Sinn ? Die Milchviehhalter befinden sich im Spannungsfeld zwischen Tierwohl und Wirtschaftlichkeit. Ideal wäre eine Art „gläserne Kuh“, damit jedes Tier seine persönliche Betreuung erhält. Die Daten von Einzeltieren, vor allem Aktivitäts- und Gesundheitsdaten,können gut erfasst werden.Seit acht Jahren werden an der Tierhaltungsschule in Triesdorf verschiedene Sensoren in Praxis und Unterricht eingesetzt,schilderte deren Leiter Uwe Mohr. Je früher Sensoren entstehende Erkrankungen beim Tier feststellen, desto schneller kann der Tierhalter reagieren.Wie bereits auf der Euro Tier vorgestellt, kann der Tierhalter direkt per App alarmiert werden. Der Landwirt auf dem Melkschemel ist nur noch in weltfremden Schulbüchern zu finden. Die Arbeit haben in vielen Ställen vollautomatische Melkroboter übernommen, die gleichzeitig umfassende Daten über die Zusammensetzung der Milch liefern. Neue Kuhställe werden hierzulande zu 75 % mit Melkrobotern ausgestattet. Die digitalen Helfer sollen unangenehme Tätigkeiten erledigen, Tierkontrolle und Beobachtungen machen, Management und Dokumentation erleichtern, Arbeitszeit einsparen und Freiräume schaffen. Jedoch sollen diese digitalen Heinzelmännchen keine zusätzlichen Tätigkeiten und Aufgaben schaffen,die Arbeit nur scheinbar erleichtern, unzuverlässige und ungenaue Ergebnisse liefern, hohe Anschaffungs- und Unterhaltskosten bringen und Abhängigkeiten und Bindungen verursachen.Die entscheidende Neuerung des Melkroboters ist, dass das Melkzeug mittels optischen Sensoren automatisch an das Euter der Kuh angesetzt wird. Der Tierbetreuer muss damit beim Melken nicht ständig anwesend sein. Jede Kuh passt die Melkhäufigkeit an ihre persönlichen Wünsche an. Auch ist sie nicht mehr von den Arbeitszeiten des Melkers abhängig. Die Kühe gewöhnen sich schnell an den Ablauf. Kühe sind entweder mit einem Responder oder Transponder ausgestattet.Der passive Transponder hat anders als der aktive Transponder keine eigene Energieversorgung, eine geringe Reichweite und eine lange Lebensdauer. Zum Weg der Landwirtschaft 4.0 gehören die folgenden Schritte : Sensor- und Managementdaten, Vernetzung dann Datenverarbeitung, Expertensysteme (künstliche Intelligenz) mit anschließender Handlung und Handlungsempfehlung. Die Auszubildenden lernen in Triesdorf diese Sensoren an der Kuh kennen:Aktivität, Wiederkaudauer,Kuhortung, Laufverhalten, Liegeverhalten, Körpertemperatur, Vormagen pH (Spion in der Kuh),Milchleistung, Stoffwechsellage, Eutergesundheit, Milchinhaltstoffe und Kennwerte, Wenn ein Tierbetreuer täglich dreimal 20 Minuten seine Kühe visuell kontrolliert, dann schafft er eine Brunsterkennungsrate von 90 %,dass erreichen auch heutige Brunsterkennungssysteme. Bei ungefähr 30€ jährlichen Kosten pro Kuh ist dieses System wirtschaftlich. Eine andere Beispielsmeldung könnte den Tierbetreuer erreichen: Kuh Maddy hat nur einmal getrunken, bitte Versorgung mit Wasser und Tiergesundheitsstatus überprüfen (Hitzestress). Angesichts der vielen Möglichkeiten drohen neue Herausforderungen wie die Internet-Infrastruktur im ländlichen Raum ,die Gefahr die Basics zu verlernen, die Beschleunigung des Strukturwandels, die Überforderung und Abhängigkeit der Nutzer und die Verbraucherakzeptanz ( von der Kuh weiß der Landwirt mehr als die Krankenschwester vom Patienten in der Intensivstation). Wichtig ist zu erkennen, dass digitale Hilfsmittel kein Ersatz, sondern nur Ergänzung und Hilfe sind!!! Die bisherigen und längeren Erfahrungen münden in diesen Empfehlungen : die Nutzung von Apps zum Herdenmanagement, Bullenauswahl und Qualitätskontrolle sind von Vorteil. Das Brunst- und Gesundheits-Monitoring über die Wiederkau- und Aktivitätsmessung bringen Gewinn. Der Gesundheitscheck über die Melkroboter-Sensorik schafft ein engmaschiges Kontollnetz! Der smarte Kälberstall mit Tränkeautomaten erleichtert den Überblick. Die Ortung, Abkalbe-Sensorenund Bildverarbeitung müssen ihre Praxistauglichkeit noch beweisen.

In der von Günter Grieser vom Landwirtschaftsamt Bad Mergentheim moderierten überregionalen Fachtagung konnten Rinderhalter sich aktuell informieren und austauschen.

 

Tillmann Zeller

Fotos: Dr. Evamaria Spitzley bei ihrem Vortrag und Kuh mit aktivem Transponder, der wichtige Daten liefert.

 

Rindergesundheit

Wir bieten Ihnen Fruchtbarkeitsmanagment einschließlich künstlicher Besamungen, Trächtigkeitsuntersuchungen mittels Ultraschall sowie Geburtshilfe (inklusive Kaiserschnitt) an.

Außerdem führen wir alle gängigen Operationen inklusive Labmagenrepostitionen (auch endoskopisch) durch.

Neben der kurativen Untersuchung und Behandlung von Einzeltieren, helfen wir Ihnen auch bei betriebsindividuellen Bestandsproblemen weiter. Bei weitreichenden Bestandsproblemen arbeiten wir mit den Rindergesundheitsdiensten zusammen.

 

Auch für Ihre anderen Wiederkäuer bieten wir Ihnen eine Rundumversorgung inklusive Operationen wie Kastrationen oder Blasenkatheter einlegen bei Harnabsatzstörungen von Schaf- und Ziegenböcken an.

 

Schweinegesundheit

Unsere Praxis bietet Ihnen neben regelmäßigen Bestandsbesuchen auch Untersuchungen nach Schweinehaltungshygieneverordnung an. Wir führen Beratungen und tierärztliche Betreuung bei Schweinezuchtbetrieben, Ferkelerzeugern, Vermehrungsbetrieben, Ferkel Aufzuchtbetrieben und Mastbetrieben durch. Wir überprüfen und verbessern ihr Betriebsmanagment, bieten Trächtigkeitsuntersuchungen mittels Ultraschall und führen Operationen (u.a. Bruchferkel und Binneneber) durch.

 

Pferdegesundheit

Wir bieten Ihnen Fruchtbarkeitsmanagment einschließlich künstlicher Besamungen, Trächtigkeitsuntersuchungen mittels Ultraschall sowie Geburtshilfe an.

Neben Untersuchungen und Behandlungen Ihres Pferdes führen wir Fohlenversorgungen, Zahnbehandlungen und Röntgenuntersuchungen durch.

Kontakt

TIERÄRZTE WEIKERSHEIM

Dr. Astrid Haeger

Dr. Evamaria Spitzley

 

Am Bahnhof 9

97990 Weikersheim

 

Telefon 07934/403

Fax      07934/8096

Kleintierabteilung     

07934/993579

 

 

E-Mail: info@tieraerzte-weikersheim.de

 

Den Kleintiernotdienst am 19.01. / 20.01.2019 übernimmt die Praxis K. Buchhorn in Edelfingen (07931/5636016).

 

 

 

 

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